Ziehe das Kinn minimal nach hinten, als würdest du einen unsichtbaren Faden vom Hinterkopf in die Länge ziehen. Lasse beide Schultern sinken, atme langsam aus, und neige dann den Kopf millimeterweise zur Seite, ohne zu zerren. Spüre, wie der Zug vom Ohr über den Hals bis in den Schulteransatz sanft nachlässt. Zwei Atemzüge halten, lösen, Seite wechseln, dreimal wiederholen. Achte darauf, dass deine Augen entspannt bleiben und dein Blick weich wird.
Rolle beide Schultern langsam nach hinten unten, als wolltest du die Schulterblätter in die Gesäßtaschen gleiten lassen. Halte kurz, atme tief ein, und fühle, wie der Brustkorb sich hebt. Als isometrische Variante ziehe die Schulterblätter leicht zueinander, ohne den Atem anzuhalten. Lasse die Arme locker auf den Oberschenkeln. Fünf bis acht sanfte Wiederholungen beruhigen den oberen Rücken, öffnen den Brustraum und machen Platz zum Atmen, selbst wenn dein Mantel etwas dicker ist.
Kippe dein Becken im Sitzen minimal vor und zurück, als würdest du eine winzige Welle durch die Lendenwirbelsäule rollen. Verbinde das sanfte Hohlkreuz mit dem Einatmen und die runde Position mit dem Ausatmen. Halte den Kopf lang, ohne nach vorn zu schieben. Nach einigen Wellen richte dich in einer neutralen Haltung ein und stelle dir vor, ein Faden zieht dein Brustbein diagonal nach oben. Die feine Bewegung fördert Durchblutung, schärft deine Körperwahrnehmung und mildert Steifheit.